Samstag, 3. Februar 2007

Probentagebuch 8

Gerade nehmen die Proben einen heftigen Verlauf: wir kommen gut voran, alle haben eine gute Ahnung von ihren Rollen - nun wird's also spannend. Es zeigt sich auch, wie sehr unsere Besetzung die Inszenierung beeinflusst: wäre Osvald wesentlich älter als Roland und Laura, bliebe immer ein "Ungleichgewicht", bei uns aber begegnen sie sich stets "auf Augenhöhe".

Sehr witzig, wie wir gerade durch die Genres stürmen: einige Seiten erscheinen wie eine klassische Römerkomödie, dann blitzt da kurz Falstaff auf (oder ist es doch Louis de Funes?), gleich darauf wird's zum Mantel-und-Degen-Film. Wir haben auch "Warten auf Godot" drin, Ibsen, den Durbridge-Krimi und englische Boulevardkomödie ... Seltsam, seltsam ... Wir müssen aufpassen, dass wir uns darin nicht verzetteln, dass das Stück eine Linie behält, aber spannenderweise bekommen einige bislang unverständliche Dialoge durch diesen Genremix plötzlich Sinn.

Mal sehen, was gleich in der Probe passiert ...

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