Freitag, 23. Februar 2007

Der MANN tritt auf. (siehe Probentagebuch10)

MIST, ÄCHZ, ARRRGH!!!
Kennt ihr das Gefühl, dass ihr irgenwo hinwollt, zwar ohne zu laufen, aber dennoch nicht schnell genug gehen könnt? Dass ihr in Gedanken schon eine Ecke weiter seid? Dass euch euer Kopf, schwer von treibenden Gedanken, ständig vor die Füße zu fallen droht?
Sicher, die Probe gestern war nun erstmal grundlegend dafür da, grob die Gänge zu klären, den Text einer inszenierungskonformen Farbpalette zuzuordnen und in etwa zu klären, in welche Richtung der Charakter "läuft" ... ABER: so richtig hineinfühlen in die Rolle, so richtig aus der Rolle heraus agieren, das fehlt natürlich noch.
Ich will die Rolle fühlen, von innen her mit Leben füllen und auch stimmlich die richtigen Nuancen erwischen. Ich habe einen echt hohen Anspruch an mich, und an die Rolle, und deshalb kam mir das, was wir gestern entwickelt haben, ein bisschen plump vor. Das muss es auch sein, ich weiß, aber ich wünschte eben, ich hätte schon mehr ... also wühle ich mich jetzt durch den Text und mache mir Gedanken, wie die gestern entwickelte Szene an Kraft gewinnen kann ... welche Ansätze ich wie am besten ausdrücken kann, ob noch Gesten, Mimik, Requisitenspiel, oder eine Betonung fehlt. Letztenendes kann ich ja doch nur den Schalter umlegen und spielen. Und dann hoffen, dass ich damit zufrieden bin, und dann noch hoffen, dass ich zurecht damit zufrieden bin.

wohin führt mich dieses Stück?
welche Ausstrahlung hat der Mann?
welche Gedanken hat der Mann?
Hilft es mir, über den Subtext zu grübeln?
Tadaaaaaaaaaa!!! Ich übe lieber schon mal das Gehechel vom Auftritt danach. Macht weniger Arbeit ;) Das Übrige entwickelt sich von alleine. Ich vertraue da auf meine Intuition. Außerdem trage ja nicht nur ich, und mein Kopf, sondern auch die Köpfe und Aktionen der anderen Spieler zu meiner Rolle bei. Das macht es ja gerade so spannend.

LG Ben

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