Bungee Jumping Ensemble
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Montag, 26. März 2007

Zwischenbilanz

Es ist unglaublich! Am Samstagabend waren wir ausverkauft!! Und es hat Spaß gemacht...

Tja, nun ist erst mal Pause, und das Kabarett ist am Zug.
Zeit für eine Zwischenbilanz! Doch ganz gut verkauft, immer Spaß und ein begeistertes Publikum: Nicht endend wollender Applaus, Getrampel, Gejohle und zum Teil Standin Ovations. Wir können zufrieden sein! Ich hoffe nur, dass unser Publikum uns nicht vergisst und uns fleißig weiter empfielt, damit wir auch im April volles Haus haben. Nun genießen wir unsere Pause, bis wir wieder Proben haben... Denn vier Wochen sind schon ne lange Zeit!

In der Zwischenzeit haben wir dann noch den ersten Auftritt der Improgruppe, natürlich auch Sturm und Drang! Damit es nicht langweilig wird.

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Mittwoch, 14. März 2007

Nachlese des ersten Wochenendes

Ein begeistertes Publikum am Samstag und am Sonntag: was will man mehr? Naja, so rhetorisch ist die Frage gar nicht: natürlich wünscht man sich nun auch ein volles Haus, dass sich die Zuschauer um die Karten reißen. Aber ich habe es den Darstellern schon vor der Premiere gesagt: ein Stück wie "Bungee Jumping" läuft bei uns unter "Spezialitätenprogramm": es steht eben nicht "turbulente Komödie" da, weder Titel noch Autor sind einer breiten Menge bekannt und der Untertitel mag auch eher irritieren als interessieren.
Aber entscheidend ist doch eher, dass wir die Zuschauer tatsächlich mitgerissen haben (siehe den Hinweis auf die stehenden Ovationen im WST und bei Benedikt): über den großen Osvald-Monolog haben manche eine Träne vergossen, über die Psycho-Szene sich viele amüsiert, alle haben sich gefragt, ob die beiden Jungs das Mädel umgebracht haben und unsere Ausflüge in verschiedene Theater-Genres wurden verstanden.
Das funktionierte nur, weil die vier auf der Bühne in jedem Augenblick voll bei der Sache waren: Eure Spannung, Eure Energie übertrug sich aufs Publikum. Ganz pathetisch ausgedrückt: das sind die Momente, da im Theater "Kunst" passiert - ob das nun am Staatstheater, der kleinen Provinzbühne oder am Amateurtheater geschieht: wenn Menschen sich ganz und gar einer erzählten Geschichte hingeben und gleichzeitig die "intellektuelle Freude" haben, über die Erzählung, die Art der Erzählung nachzudenken.

Ich habe riesigen Spaß an der Probenarbeit mit Euch gehabt und vermisse es genauso wie Benedikt (aber ich stürze mich ja gleich in die nächste Produktion). Es gab viele Momente, die mich sehr ertsaunt haben: solche Intensität, solche Konzentration ist selbst bei Profis nicht immer vorhanden. Nur deshalb gelingen Euch auch die schwierigen Brüche und "Aussetzer": weil ihr hinterher nahtlos an die vorherige Stimmung ansetzen könnt.
Ich hoffe, dass ich mit Euch noch viele solcher Stücke werde machen können, aber nun bin ich erst einmal gespannt auf die nächsten Vorstellungen ...

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Sonntag, 11. März 2007

Premiere

Nun, liebe Freunde, es ist Sonntag, ich sitze vor meine PC, habe morgen frei, denn Hamburg hat Ferien. Hinter mir liegt ein Wochenende, das man nicht toppen kann. Am Freitag die Generalprobe und ich komme zu spät. Dann Samstag die Premiere (ich bin pünktlich) und schließlich Sonntag die zweite Aufführung vor etwa 25 Leuten. Ich sitze jetzt also hier, und mich durchtströmt ein Gefühl von Leere, ein merkwürdiges Gefühl. Ich bin müde, will aber trotzdem nicht ins Bett, Adrenalin durchjagt jetzt noch meinen Körper, ich bin zufrieden mit uns und doch bin ich unzufrieden mit meinem momentanen Dasein. Woran liegt das?
Erstmal ein Riesen-Kompliment an alle: die Premiere war super. Ganz besonders möchte ich Florian ein Kompliment machen, er hatte es nicht leicht, war nicht unsere Wunschwahl und hat mich und die Zuschauer letztlich echt überzeugt. Dann möchte ich mich für die vergangenen drei Monate bedanken, es war so wundervoll mit Euch zu probieren und "Kunst zu machen". Ich glaube, dass es genau das ist, was mich gerade so nachdenklich stimmt: Ich muss morgen nicht zur Probe; ich muss die ganze nächste Woche nicht zur Probe! Zwar bin ich morgen im Theater, dies aber "nur" zu Impro-Zwecken. Ich habe probenfrei, da keine Proben stattfinden. Was soll ich denn dann den ganzen Tag treiben? Ich weiß es nicht. An Euch denken vielleicht? Und mich zurückerinnern an die stehenden Ovationen zum Ende beider Aufführungen. Was für ein Gefühl! Gerade bei der Premiere; ein voller Saal und die Leute stehen und klatschen - wahrlich nicht zu toppen. Und natürlich an alle zwischenmenschlichen Reaktionen danach. Ob es eine stürmische Umarmung à la Moni oder ein nüchternes "Ihr ward klasse!" war - so hat es für so manche nächtliche Probe entschädigt. Jetzt bleibt mir nur zu sagen, dass ich uns allen noch ganz viele weitere tolle Aufführungen wünsche und ich mich schon freue euch - zu Teilen - morgen bei der Impro und sonst am Freitag wiederzusehen.

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